Die Tage kam für mich Post aus Suomi, also Finnland. Der Inhalt: ein Poster mit 52 Mustern, alle gebunden von Lauri Syrjänen. Der wird in Finnland auch mal gerne als „Großvater der modernen finnischen Fliegenfischen-Szene“ bezeichnet.
Weder fische ich auf Lachse noch binde ich Lachsmuster, aber ich kann mich trotzdem sehr für diese Fliegen begeistern. Nicht selten sind es ja auch kleine Kunstwerke, die an den Bindetischen entstehen.
Daher freue ich mich auch sehr über dieses Poster, das ich eher zufällig gefunden habe. Zumal es gleichzeitig eine willkommene Möglichkeit ist, wieder etwas Neues aus der Welt des Fliegenfischens zu lernen.
Bevor ich das Poster bekam, hatte ich keine Ahnung davon, wer eigentlich der Finne Lauri Syrjänen ist.
Der jetzt erschiene und kostenlos zu schauende Film „Free Falling“ macht auf einen beunruhigenden Trend aufmerksam: weniger Lachse in der baltischen Region, obwohl die Fließgewässer in einem guten ökologischen Zustand sind. Dabei sah es für die Lachsbestände zunächst besser aus.
„Viele Wildlachsbestände in der Ostsee sind verschwunden, und andere stehen kurz vor dem Aussterben.“1 Diesen Satz schrieben 1994 Lars Karlsson und Östen Karlström in ihrem Bericht über die Geschichte, aktuelle Situation und Zukunft des Baltischen Lachses2.
Viele, die sich um den Erhalt der Lachsbestände sorgten, sahen es ebenso. In den darauffolgenden Jahren wurde viel unternommen und investiert, um den abnehmenden Trend bei den Individuenzahlen zu stoppen und umzukehren. Dies schien auch von Erfolg gekrönt zu sein und die Bestände nahmen zu – bis jetzt. Denn nun scheinen sich die Lachszahlen im freien Fall zu befinden.
Der Baltische Lachs hat sich bisher als ziemlich zäh erwiesen und obwohl ihm durch den Menschen übel mitgespielt wurde, gibt es ihn weiterhin. Doch jetzt nehmen die Bestände wieder dramatisch ab, sagen die Filmemachenden.
Noch bis zum 29. September 2024 kannst du bei der Online-Auktion von Wildfish mitbieten und dir das Fischen an weltbekannten Flüssen sichern. Gleichzeitig unterstützt du mit deinem Gebot die Arbeit von Wildfish, deren Ziel es ist, biologisch nachhaltige Bestände an Wildfischen zu schaffen. Also was darf’s sein – der englische Test oder Islands Laxa i Kjos, oder …?
Die diesjährige Auktion von Wildfish bietet insgesamt 180 Möglichkeiten zum Bieten. Sicherlich sind die vielen verschiedenen Flüsse die sehr interessanten Posten, denn deren Namen lesen sich wie eine Liste der Gewässer, die man vor seinem Tod einmal besucht haben sollte: Avon, Derwent, Eden, Frome, Itchen, Test, Usk, Welsh Dee, um nur ein paar der vielen Flüsse zu nennen.
Auch gibt es Ziele wie Argentinien, Island und Seychellen!
Oder wie wärs mit Charles Jardine oder Dave Southall als private Fischführer? Du kannst auch dein Werfen unter Anleitung eines Meisterwerfers der Association of Advanced Professional Game Angling Instructors (AAPGAI) verfeinern. Und da wären auch noch
Bachforellen und Äschen dürfen am Frome erwartet werden. Der Frome ist ein klassischer Kreidefluss, der eine fantastische Abwechslung zum Fischen bietet: Rauschen, Gumpen, viele Gleitstellen und überhängende Bäume. Und natürlich das großartige Sichtfischen in kristallklarem Wasser.
In der Fernsehdokumentation „Kamtschatka – Im Bann der roten Fische“ bekommst du nicht nur Einblicke in das Leben der Rotlachse, sondern erfährst auch viel über die Beziehungen der vor Ort lebenden Menschen zu diesem Fisch. Und was sie gegen die vielen Wilderer unternehmen, oft unter Einsatz ihres Lebens.
Der Lebenszyklus aller Lachse ist aus meiner Sicht eines der vielen spannenden und nahezu unglaublichen Ereignisse der Tierwelt. Ein Fisch wächst im Süßwasser heran, um dann über Tausend von Kilometern ins offene Meer zu ziehen. Und zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife wandern die Lachse zurück an den Ort, wo sie geboren wurden. Im Gegensatz zu den Atlantischen Lachsen, folgt nach dem Ablaichen für die meisten der Pazifischen Lachse das biologisch vorprogrammierte Sterben …
Ein Braunbär macht Jagd auf Rotlachse, während sie zu ihren Laichgründen in die Flüsse wandern.
Nach „EU-Bio“, „MSC“, „ASC“ und Naturland kommt das nächste Gütesiegel für Lachslebensmittel daher. Das „GGN-Siegel“ soll ebenfalls dem Kunden eine hohe Qualität des Produkts signalisieren. Nur sind gute Qualität und Nachhaltigkeit nicht zwingend zwei Sachverhalte, die Hand in Hand gehen. Daher einmal nachgeschaut, wer und was hinter dem jüngsten Siegel steckt.
Eigentlich kaufe ich keinen Lachs, der aus Netzhaltung bzw. Aquafarmen stammt. Da mir aber das noch unbekannte Siegel auffiel, nahm ich eine Packung dieses schottischen Räucherlachses mit.
Unter der Webadresse (ggn.org) befinden sich die Webseiten der GGN Label Office c/o FoodPLUS GmbH, die, laut Impressum, ihren Sitz in Köln hat. GGN selbst steht für GLOBALG.A.P. Number. Diese Nummer kann nachverfolgt werden und liefert Informationen zu dem jeweiligen Erzeugnis. Gleichzeitig zeigt diese Nummer eine erfolgreiche Zertifizierung durch GlobalG.A.P. (globalgap.org) an. Eine Zertifizierung erfolgt nur, wenn die vorgegebenen Standards von GlobalG.A.P. eingehalten werden.
Klingt so weit auch ganz gut und gebe ich die auf der Packung aufgedruckten Nummer ein, erhalte ich umgehend einen Firmennamen. Milarex (milarex.com), ein polnisches Unternehmen, schreibt „Wir setzen uns für eine nachhaltigere Zukunft ein und unterstützen dazu eine sozial und ökologisch verantwortliche Landwirtschaft.“
„Echter“ schottischer Räucher-lachs aus Polen – aber mit neuem Gütesiegel.
Die Kataloge von Flyfish Europe entwickeln sich stetig weiter und sind – er-freulicherweise – mehr als nur eine Ansammlung reiner Produktvorstellungen.
In dem ersten Katalog von Flyfish Europe, den ich in den Händen hielt, lag der Schwerpunkt noch eindeutig auf der Darstellung des Produktsortiments.
Doch mit Erscheinen des 2020er Katalogs zeigt sich, wie sehr sich die Aufmachung und Inhalte wandelten.
Das norwegische Unternehmen vereint seit ein paar Jahren mehrere internationale Marken unter einem Dach. So findest du die Artikel des japanischen Herstellers C&F Design (bekannt u. a. durch die genialen Fliegendosen), die aus der Praxis entstandenen neuseeländischen McLean-Kescher, die in den USA gefertigten Top-Ruten von Scott und das komplette Programm der amerikanischen Marke Simms. Und das sind noch nicht mal alle Marken, die durch Flyfish Europe vetreten werden.
Das ist das aktuelle Titelbild des Flyfish Europe-Katalos 2020, der frei erhältlich im Netz ist.
Uns Fliegenfischern liegt die Insektenwelt am Herzen. Ist da nicht gut zu hören, man kann mit seinem ausgedientem Handy noch Gutes tun für die Krabbler?
Auch wenn das Handy technisch noch einwandfrei ist, muss es dennoch wegen fehlender Aktualisierungen leider oft aussortiert werden.
Wieso sind Lachsfarmen mitverantwortlich für die Abholzung der Regenwälder? Dieser Frage und einigen mehr geht eine neue Arte-Dokumentation auf den Grund – im wahrsten Sinne …
Die Wildbestände des Atlantischen Lachses sind massiv durch Zuchtfarmen und deren hohe Zahlen an erkrankten Fische in ihrer Existenz bedroht (Szenenbild aus der Arte-Dukumentation „Die Gier nach Lachs“).