Schwarz-weiße Illustration mit Tusche einer alten Filmkamera und eines Stückchens Film mit perforiertem Rand. Bilder einer aufsteigenden Äsche sind zu sehen.

Ich habe mir letztens den amerikanischen Film „Mending the line“ angeschaut. Dieser zeigt die Geschichte eines im Afghanistan-Krieg traumatisierten Soldaten. Da er mit der regulären Unterstützung in der Rehabilitation nicht zurecht kommt, schlägt ihm seine behandelnde Ärztin das Fliegenfischen vor. Aber lässt sich mit Fischengehen das erlebte Trauma, die Schuldgefühle und der Alkoholismus tatsächlich erfolgreich behandeln?

„Waren Sie jemals Fliegenfischen?“ Dies ist die lebensverändernde Frage, die John Colter, ein Soldat des United States Marine Corps, in der Reha gestellt bekommt.

Colter leidet seit einem kriegerischen Angriff in Afghanistan sowohl an körperlichen als auch an psychischen Beschwerden. Auf den Punkt gebracht: Colter hat eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Als Folge dieser, hat er mit dem Trinken angefangen.

Obwohl Colter in der Reha bei der körperlichen Genesung vorankommt, tritt er in Bezug auf die psychische Heilung auf der Stelle. Dies erkennt auch die für ihn verantwortliche Ärztin und schlägt ihm das Fliegenfischen vor: „Wissen Sie, es gibt etliche Studien, die die heilende Wirkung dieses Sports bestätigen. Sowohl körperlich als auch mental.“

Geplagt von Albträumen geht Colter schließlich zu Ike Fletcher, einem pensionierten Kriegsveteranen, um sich die Kunst des Fliegenfischens beibringen zu lassen.

Filmposter zum amerikansichen Film "Mending the line" mit Brian Cox und Sinqua Walls in den Hauptrollen.
„Mending the line“ nimmt sich dem Thema der posttraumatischen Belastungsstörung und deren Behandlung an – ein Thema, welches auch unter deutschen Soldaten Beachtung findet.

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Der jetzt erschiene und kostenlos zu schauende Film „Free Falling“ macht auf einen beunruhigenden Trend aufmerksam: weniger Lachse in der baltischen Region, obwohl die Fließgewässer in einem guten ökologischen Zustand sind. Dabei sah es für die Lachsbestände zunächst besser aus.

„Viele Wildlachsbestände in der Ostsee sind verschwunden, und andere stehen kurz vor dem Aussterben.“1 Diesen Satz schrieben 1994 Lars Karlsson und Östen Karlström in ihrem Bericht über die Geschichte, aktuelle Situation und Zukunft des Baltischen Lachses2.

Viele, die sich um den Erhalt der Lachsbestände sorgten, sahen es ebenso. In den darauffolgenden Jahren wurde viel unternommen und investiert, um den abnehmenden Trend bei den Individuenzahlen zu stoppen und umzukehren. Dies schien auch von Erfolg gekrönt zu sein und die Bestände nahmen zu – bis jetzt. Denn nun scheinen sich die Lachszahlen im freien Fall zu befinden.

Szene aus dem Film "Free Falling" von 2025: Baltischer Lachs springt leicht aus dem Wasser eines skandinavischen Flusses.
Der Baltische Lachs hat sich bisher als ziemlich zäh erwiesen und obwohl ihm durch den Menschen übel mitgespielt wurde, gibt es ihn weiterhin. Doch jetzt nehmen die Bestände wieder dramatisch ab, sagen die Filmemachenden.

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Mit „Pugno – The Complete Fisherman“ wird Patagonia einen Fischer der ganz alten Schule und auch eine vielfach unbekannte Angeltechnik vorstellen.

Szene am Fluss mit Fischer

Ist er der „vollkommene Angler“? Szene mit Arturo Pugno aus Patagonias neuesten Film-Trailer.

Seit ein paar Tagen ist auf der europäischen Homepage des amerikanischen Herstellers für Outdoor-Bekleidung bereits eine einminütige Vorschau auf den neuen Film „Pugno“ zu sehen.

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